Zwei Ohren, zwei Lautsprecher.

Warum hören mit einem Ohr nur eingeschränkt geht.

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19 Februar 2019
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Wie viel Musik erhalten Sie?

Oder wie und womit hören Sie Musik? Die heutige Vielfalt an Wiedergabegeräten und Technologien ist erfreulich und gibt uns die Freiheit unsere Lieblingssongs nahezu jederzeit und überall zu hören. Doch wieviel Hörgenuss, Nuancen und Emotionen bieten die einzelnen Gerätekategorien? Was bietet ein Smart Phone mit Kopfhörer, ein Point Speaker oder eine stationäre Anlage mit zwei Lautsprechern und Verstärker im Wohnzimmer an Klangqualität und somit an echtem Genuss?

War früher das Lautsprecherpaar mit Anlage und passenden Tonträgern zu Hause das Mass aller Dinge, so stehen heute Mobile Audio mit Kopfhörer und Streaming auf einen Punktlautsprecher vermehrt im Zentrum. Moderne Technologien scheinen alte Konzepte überflüssig zu machen. Dazu gibt es viele zutreffende Beispiele in unterschiedlichen Bereichen. Doch wie sieht es bei der Audiotechnik, bei Musikwiedergabe aus?

Das zwei Augen, zwei Ohren zwei Lautsprecher Prinzip

Mit Einführung der Stereo Schallplatte wurde die räumliche Musikwiedergabe Ende der 50er Jahre Realität. Zwei Lautsprecher im Wohnzimmer waren das Zeichen, dass der Musikfreund mehr als nur den Sound aus der Ecke, in der die Musiktruhe stand hörte. Er erlebte Breite und Tiefe eines Orchesters, einer Band. Man hörte in den Konzertsaal hinein, erlebte die Dimensionen des Raumes. Die beeindruckende Grösse eines Kirchenraums oder die Intimität eines Jazzclubs, Stereowiedergabe ist mehr als nur Tonfolgen zu hören.

RCA brachte die legendäre – und als CD Sammlung erhältliche – und noch heute beachtete «Living Stereo» Plattenreihe heraus. In einem Werbefilm des Plattenlabels RCA Victor wurde die damals bahnbrechende Technologie vorgestellt, die mit der Einführung des Farbfernsehens zehn Jahre später vergleichbar ist. RCA liefert auch die entsprechenden Stereo-Geräte dazu, Kombinationen aus Lautsprecher, Elektronik und Ergänzungsgeräten.

RCA Victor Film auf YouTube

Das war der Stand der Technik Ende der 50er Jahre, zwei Ohren, zwei Lautsprecher – das macht Sinn und war hörbar ein Schritt nach vorne. Und heute? Offenbar haben nicht wenige Musikfreunde diese simple Gleichung nicht mehr im Bewusstsein und verzichten so auf ein gutes Stück an Musikgenuss.

Schauen wir uns diese Gleichung mal in der nächsten Bildfolge mal an.

Zwei Ohren, zwei Lautsprecher. Warum hören mit einem Ohr oder Lautsprecher allein nur eingeschränkt geht.

Zwei Augen ermöglichen räumliches Sehen, zwei Ohren räumliches Hören.

Im Konzertsaal verteilen sich die Musiker auf der Bühne, belegen einen Raum. Die Zuhörer im Saal nehmen die einzelnen Spieler optisch und akustisch dreidimensional wahr, je nach Sitzplatz mit unterschiedlicher Perspektive und Tonalität. Die Saalakustik unterstützt diese räumliche, richtungsbezogene Wahrnehmung. Und gut platzierte Mikrofone erfassen die Klangbühne für die Nachwelt. Wie funktioniert dieses räumliche Hören?

Je nach Grösse eines Orchesters oder einer Band wird auf der Bühne ein in der Breite und Tiefe definierter Raum eingenommen. Ein Zuhörer im Saal nimmt den Schall der diversen Instrumente richtungsorientiert wahr entsprechend deren Position im Raum, da die Schallwellen nicht zeitgleich an beiden Ohren eintreffen. Wir sind fähig Schallereignisse punktgenau auf einem 360 Grad Kreis um uns herum wahrzunehmen.

Es ist nun offensichtlich, warum es zwei Lautsprecher für die räumliche Wiedergabe von Musik braucht.

Räumliche Musikwiedergabe zu Hause funktioniert mit zwei korrekt aufgestellten Lautsprechern. Als Faustregel Bilden die beiden Lautsprecher zum Hörplatz ein gleichseitiges Dreieck.

Die heute oft anzutreffenden Stereo-Kompakt- oder Punktlautsprecher, bei denen alle Lautsprecherchassis in einem Gehäuse untergebracht sind, bilden die Musikquelle punktuell ab. Sie hören die Musik nur eindimensional von einem Ort ausgehend. Auch die Abbildungsgrösse der Musiker ist kleiner, physikbedingt. Dies ist für Hintergrundmusik oder am Arbeitsplatz kein Problem, wer allerdings seine Lieblingsstücke detailreich und emotionell berührend geniessen will, der wird sich zwei Lautsprecher wünschen.

Platzbedarf und Budgetvorgaben

Point Speaker brauchen wenig Platz und sind preiswerter als eine klassische HiFi-Anlage. Nun, das hat was, aber viel mehr Platz und Budget muss man nicht «opfern» um einen um mehrere Stufen höheren Musikgenuss zu erleben – mit mehr Emotionen, näher bei der Musik, mit Nuancen und Feinheiten, die das Besondere vom Gewöhnlichen unterscheidet.

Zum Beispiel:  Ein Audio System, dessen Kernelemente der 2×60 Watt Vollverstärker A11 von Rotel und die Bowers & Wilkins Regallautsprecher 607 sind, erhält man ein verblüffend feines und räumlich klingendes Musiksystem. Vielmehr Platz als ein Punktlautsprecher benötigt die Anlage nicht und man erhält ein Klangbild, das um ein Vielfaches mehr Spass macht als das System kostet. Mehr Infos zu diesem System und Aufstellungsbeispiele finden Sie hier .

Fazit

Am technischen Grundsatz, dass für eine räumliche, detailreiche Musikwiedergabe ein gutes Lautsprecherpaar benötigt wird, kann auch modernste DSP-Technologie des Smart Phone Zeitalters nichts ändern, denn unser Gehör funktioniert nach wir vor nach dem gleichen Prinzip.

Rotel A11 Vollverstärker, Bowers & Wilkins Lautsprecher Modell 607, Clic Audio Möbel